Der Jagdgebrauchshund in Deutschland

Im Bewusstsein der heutigen Jägerschaft nimmt der ethische Grundgedanke des waid- und tierschutzgerechten Jagens einen hohen Stellenwert ein. Der Hund gilt als unentbehrlicher Helfer bei der Suche nach angeschossenem oder verunfalltem Wild (Nachsuche).
Nach § 30 Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen sind bei der Such-, Drück- und Treibjagd, bei jeder Jagdart auf Schnepfen und Wasserwild sowie bei jeder Nachsuche auf Schalenwild brauchbare Jagdhunde zu verwenden.

Von vielen Jägern vertreten spiegelt sich das Motto „Jagd ohne Hund ist Schund“ in den Worten von Alexander Schmook wider:

„Wer will zu den Jägern zählen,
lässt kein Wild zu Tode sich quälen,
jagd allein nicht durch die Weite,
führt den guten Jagdhund zur Seite!“
 
Als Obmann für das Jagdgebrauchshundewesen führe ich im Auftrag der KJS Unna e.V. Verbandsprüfungen des Jagdgebrauchshundeverbandes und Brauchbarkeitsprüfungen des Landes Nordrhein-Westfalen durch.
Außerdem stehe ich den Mitgliedern der KJS und allen Hundefreunden mit Rat und Tat zur Seite zum Wohle unserer Jagdgebrauchshunde. Hundeführerlehrgänge werden jährlich von den Hegeringen Unna, Schwerte und Selm angeboten.
 
Der Jäger verwendet beim Führen seines Hundes beispielsweise folgende Jägersprache:
Der Jäger führt seinen Hund am Riemen, der an der Halsung befestigt ist. Der brauchbare Hund sucht Niederwild frei verloren. Die Fährte kann warm oder kalt sein. Der Vorstehhund steht im ersten, zweiten Feld, der Schweißhund hat ein, zwei, drei usw. Behänge hinter sich. Der Hund wird geführt bzw. abgeführt, er wird an- oder abgeschnallt, zur Hetze wird er geschnallt, er fällt eine Spur oder Fährte an, er nimmt sie auf und arbeitet sie. Der Hund ist fährtensicher, spursicher, auch fährtenrein, er gibt Laut, er hat einen lockeren Hals, er kann Totverbeller oder Todverweiser sein. Ein vielseitiger Jagdhund muss ein guter Verlorenbringer sein, auch soll er gut vorstehen und hasenrein sein und Hühnern nicht nachprellen. Krankes Schalenwild stellt der Hund, er gibt Standlaut.